Free to play and free to spend all the time

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Vor ein paar Tagen sah ich auf Youtube eine Dokumentation, wo ein Journalist in einem Selbsttest über einen längeren Zeitraum jeden Tag diese Freemium Spiele gespielt hat. Ziel des Experiments war es, herauszufinden, ob sich nach einem oder zwei Monaten Veränderungen im Gehirn feststellen lassen. Zu seiner Erleichterung war das bei ihm nicht der Fall.

Ich sah diese Dokumentation, wo viele verschiedene Aspekte dieser Spiele beleuchtet wurden. Unter anderem auch, wie viel Zeit man dabei investiert. Im Falle des Journalists waren es pro Tag mehrere Stunden. Mehrere Stunden um eine Farm zu bewirtschaften, virtuelle Kriege zu führen und so weiter. Nach dieser Sendung traf ich für mich die Entscheidung, alle Spiele auf meinem Telefon ersatzlos zu löschen. Warum? Aus dem einfachen Grund, dass ich meine Zeit anders verbringen will. Ich hab diese Spiele auch lange gespielt und bin da durchaus drin aufgegangen, ab und zu hab ich sogar mal über In-App purchase Addons oder Spielgeld gekauft. Aber als ich all das aus der Beobachterposition gesehen habe, da stellte sich mir nur eine Frage: “Was habe ich eigentlich davon, wenn ich die Farm nun richtig bewirtschaftet habe oder diesen Krieg gewonnen habe?” Maximal ein gutes Gefühl, und vielleicht auch ein paar Euro weniger. Mehr aber nicht. Auf der anderen Seite sehe ich, was ich stattdessen in dieser Zeit gemacht haben könnte. Ein Buch lesen, einen Podcast hören, etc. Warum das? Ich will weiter kommen, ständig den Status Quo in Frage stellen. Jeden Tag die Grenze des möglichen weiter verschieben. Und da haben diese Spiele einfach keinen Platz mehr.

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By jan